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John Holloway ist einer der Pioniere der neuen Alte Musik Bewegung in Großbritannien. Nach seinem Studium an der Guildhall School of Music and Drama und der Teilnahme an zahlreichen internationalen Wettbewerben spielte er im Menuhin Festival Orchestra, in der Academy of St. Martin in the Fields, The English Chamber Orchestra und im Georgian String Quartett sowie in diversen Ensembles für zeitgenössische Musik. In den 70er Jahren war er Manager und Konzertmeister des Kent-Opera-Orchesters. Nach einer Begegnung mit Sigiswald Kuijken im Jahre 1972 begann er parallel zur modernen Geige mit dem Spiel der Barockvioline. 1975 gründete John Holloway das Ensemble L’Ecole d’Orphee, mit dem er die erste Gesamtaufnahme von Händels instrumentaler Kammermusik auf alten Instrumenten einspielte. Gemeinsam mit herausragenden Kollegen wie Emma Kirkby, Stanley Ritchie, Andrew Manze, Davitt Moroney, Lars Ulrik Mortensen, Marion Verbruggen und Jaap ter Linden ist John Holloway auf vielen Konzertbühnen zu hören. Zahlreiche CD-Produktionen dokumentieren diese Zusammenarbeit. 1991 gewann er den Grammophone Award für die Einspielung von H.I.F. Bibers Mysteriensonaten. Seine CD-Produktionen umfassen eine große Serie mit Werken von Buxtehude, von denen die Gesamtaufnahme von Buxtehudes instrumentaler Kammermusik 1994 und erneut 1997 mit dem Dänischen Grammy ausgezeichnet wurde. Zusammen mit Lars Ulrik Mortensen und David Watkin produzierte er als Trio Veracini die erste Aufnahme von Corellis Opus 5 Sonaten in der vom Komponisten spezifizierten Instrumentierung. Holloways Aufnahme von Schmelzer’s Sonatae unarum fidium gemeinsam mit Lars Ulrik Mortensen und Aloysia Assenbaum wurde 1999 mit großer Begeisterung aufgenommen. Im Jahr 2000 erschienen Aufnahmen von weiteren Werken aus der Sammlung Liechtenstein-Kastelcorn in Kremsier sowie Trio-Sonaten von Telemann. 2002 brachte ECM Unam Ceylum heraus, die erste von zwei CDs mit Bibers Sonaten von 1681, die zweite erschien in 2003. Innerhalb der Aufnahme-Serie für ECM folgten Veracinis Trio-Sonaten (erschienen im Frühjahr 2005) und eine Doppel-CD mit Johann Sebastian Bachs Partiten und Sonaten für Violine solo, die im Oktober 2006 auf den Markt kommen wird. John Hollway war von 1977-1991 Konzertmeister von Andrew Parrott’s Taverner Players und von 1978-1992 von Roger Norrington’s London Classical Players. Mit diesen und zahlreichen anderen Ensembles dirigierte John Holloway viele Konzerte von der Geige aus. Auf der Basis dieser Erfahrungen begann John Holloways Karriere als Dirigent. Aktuelle Projekte reichen hier von Bach bis Britten. 2005 wurde er zum künstlerischen Leiter des auf historischen Intrumenten spielenden Orchesters New Trinity Baroque (Atlanta / USA) ernannt. Als Dozent ist John Holloway international sehr gefragt. Im September 2004 war er Regents Lecturer an der UC Berkeley, USA. Seit Juni 1999 ist John Holloway Professor für Violine und Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik Carla Maria von Weber in Dresden. Copyright© 2005-2007 JohnHolloway.org |